Gemälde: Stillleben on the run, Öl auf Leinwand, 30×40 cm, 2020

Ja, da war ich wohl zu schnell oder das Stillleben zu langsam. Ölmalen geht wirklich nur an bestimmten Tagen, wenn die Ungeduld nicht zu groß ist. Die Idee, die ich jetzt noch für das Bild habe, lässt sich gerade nicht umsetzen. Trockne gefälligst schneller …

Lessons learnt: Hände bekommt man mit Olivenöl und Spülmittel sauber – es muss kein Lösungsmittel sein 🙂

Stillleben on the run, Öl auf Leinwand, 30x40 cm, 2020
Stillleben on the run, Öl auf Leinwand, 30×40 cm, 2020

Gemälde: Wie Toscana?, Öl auf Leinwand, 40×30 cm, 2020

Ich hatte schon lange keine Ölfarben mehr auf dem Pinsel und hab ganz vergessen, wie viel Spaß es macht, die Farben langsam aufzutragen und dann ineinander zu arbeiten. Es ist ein bedächtiges und ruhiges Tun und für Regentage bestens geeignet.
Jetzt bin ich gespannt, ob sich das Bild nochmal verändert (von selbst oder durch mich) oder so bleibt und wie lange es zum Trocknen braucht.

Wie Toscana?, Öl auf Leinwand, 40x30 cm, 2020
Wie Toscana?, Öl auf Leinwand, 40×30 cm, 2020

Handschuhe anziehen – manchmal ist es wohl besser …

Es ist einer dieser Momente, da scheint die Sonne, ich richte draußen meine Sachen her und hab schon die eine oder andere Idee im Kopf. Bevor ich richtig nachgedacht habe, stecke ich schon bis knapp vor den Ellbogen in der Farbe und bin nicht mehr zu bremsen.

Es unterbricht mich ein freundliches “Willst Du auch was essen?”, und ich mache mich auf den Weg zum Waschbecken. UUPPPSi, schöne Bescherung: Druckertinte, Marmorier- und Acrylfarbe ergeben eine sehr haltbare Kombination auf der Haut … mmh, jetzt laufe ich wohl wieder eine halbe Woche mit bunten Fingern durch die Gegend.

Nach langem Schrubben habe ich mir vorbeugender Weise ein Schild gebastelt “Handschuhe anziehen!” – fürs nächste Mal – wenn wieder ein Kreativitätsanfall einsetzt. Bin gespannt, ob es was bringt …

Kosmos, Acryl auf Leinwand, 100×100 cm, 2020

Die Perseiden sind unterwegs, und es ist mit heavy sternschnupping zu rechnen. Ich liege in einem Gartenstuhl, schaue an den Himmel und fange an, mir meine Wünsche auszumalen. In kürzester Zeit kommen tatsächlich sieben Sternschnuppen vorbei, und ich bemerke, wie viel ich schon erreicht habe und wie gesegnet ich bin. Ich werde dankbar und demütig. Gleichzeitig stellt sich die Frage, was ich für meine Wunscherfüllung alles selbst tun kann – ich muss grinsen und mir wird klar, dass das eine ganze Menge ist.

 

Malspiel der Begegnung – Resümee

Bilder und Installationen gegen die Isolation

Täglich notiere ich neue „Buzzwords“ aus der Presse, die ich zum Virus finde und versuche mit dem Malen etwas dagegen zu setzen.
Gleichzeitig stelle ich mir die Fragen:

  • Was hätte ich ohne Corona nicht gemacht/erlebt?
  •  Auf welche Ideen wäre ich ohne Corona nicht gekommen?

Ich nehme die ersten Gestaltungen aus dem Malspiel und versuche aus dem Getrenntsein neue Bilder zu erschaffen. Es wird anders als gedacht. Es entstehen Landschaften und Boote auf See. Das beruhigt – aber beinhalten diese Bilder Lösungen?

Die Blätter aus dem Malspiel füllen einen Raum. Am Ende sind es 136 Gestaltungen aus 33 Begegnungen. Wahnsinn! Es macht mich glücklich.
Ich baue einen Coronavirus und hänge Zettel mit guten Wünsche an ihn; in der Hoffnung, dass wir ihn alle gut überstehen und uns wieder frei begegnen können.

Ich merke, wie wichtig Kunst und Kreativität in Krisen wie dieser sind, um zu spüren, dass wir nicht allein sondern miteinander verbunden und gemeinsam auf den Wegen durch diese Zeit sind.

Vielen Dank an alle, die beim Malspiel mitgemacht und diese wunderbare neue Art der Begegnung im Atelier mit gestaltet haben.

Die Entstehung dieses Werks wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht.

 

Segelboot, Acryl auf Leinwand, 30×40 cm – Malspiel der Begegnung

Aus dem Malspiel der Begegnung entwickeln sich immer mehr Bilder mit Booten. Was verbinde ich mit Booten? Reisen, Navigation, Kompass, neue Ufer, Unbekanntes, Hafen, offenes Meer, … Wohin geht die Reise?

Die Entstehung dieses Werks wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht.